Erst der Standplatz, dann die Ladekante
Jeder Umzug beginnt dort, wo das Fahrzeug zum Stehen kommt. Steht es gut, laufen die Kräfte kurze Wege und tragen am Stück. Steht es schlecht, geht ein beträchtlicher Teil des Tages für Strecke verloren, ohne dass ein einziges Stück zusätzlich bewegt worden wäre. Deshalb ist der Standplatz bei uns eine Frage des Rundgangs und keine Überraschung am Morgen.
Was wir dabei prüfen, klingt kleinteilig, entscheidet aber alles Weitere: Breite der Einfahrt, Höhe eines Torbogens oder einer Tiefgaragenrampe, Platz zum Wenden, Untergrund nach Regen und die Strecke von der geplanten Ladekante bis zur Wohnungstür. Zwei Fahrzeuge mit demselben Volumen brauchen dabei nicht dasselbe: ein Transporter mit 12 m³ kommt durch Lücken, in die ein Möbelwagen mit 21 m³ nicht hineinfährt.
Aus dieser Prüfung entsteht keine Zusatzzeile im Angebot. Sie entscheidet lediglich, welche Zeile der Gespanntafel realistisch ist. Wie die Tafel selbst aufgebaut ist, erklärt die Seite Mannschaft und Wagen von Grund auf.
Was uns im Landkreis begegnet
Die Gegend westlich und südlich von München ist in dieser Hinsicht sehr gemischt, und das merkt man an der Wahl des Fahrzeugs. In Starnberg steigt die Stadt vom Seeufer steil zur Hangkante an. Am Hang und am Ufer liegen Villengrundstücke mit langen, teils steilen Zufahrten, dazu Hecken und Torbögen, die den Weg verengen. Oft bleibt der Wagen oben an der Zufahrt, und die letzten Meter übernehmen Rollwagen und Mannschaft. Mehr zum Gebiet steht auf der Seite Umzugsunternehmen Starnberg.
Gauting liegt im Würmtal, und auch dort bestimmen Hanglagen und große Grundstücke das Bild. Viele Einzelhäuser stehen weit hinter dem Tor, mit Kies oder Rasen zwischen Einfahrt und Eingang. In Krailling, einige Kilometer weiter im Tal, überwiegen Einzel- und Doppelhäuser in Wohnstraßen, wo sich die Frage weniger um die Länge der Zufahrt dreht als um den Platz zum Wenden.
Alling nordwestlich von Germering ist dörflich geprägt. Hofzufahrten und Feldwege führen auf Höfe, die genug Fläche bieten, nur eben nicht immer befestigt sind. In Unterpfaffenhofen dagegen liegen Mehrfamilienhäuser in Mischlagen mit Gewerbe nebenan, mit Innenhöfen und geteilten Stellflächen. Und das große Gewerbegebiet im Norden von Gilching ist für uns der einfachste Fall: breite Wege, Rampen, Platz.
Das notieren wir beim Rundgang draußen
- Breite des Tors oder der Einfahrt an der engsten Stelle
- Durchfahrtshöhe unter Torbögen, Vordächern und Rampen
- Platz zum Wenden oder die Länge der Strecke im Rückwärtsgang
- Untergrund der Zufahrt und wie er sich bei Nässe verhält
- Strecke von der geplanten Ladekante bis zur Wohnungstür
- Steigung zwischen Standplatz und Eingang
Weiter Weg zwischen Wagen und Tür
Wenn das Fahrzeug nicht bis ans Haus kommt, ist die Entfernung das eigentliche Thema des Tages. Wir rechnen sie nicht ab, weder nach Metern noch nach Gängen, denn sonst wäre jede Villenzufahrt ein offener Posten. Stattdessen fließt sie in die Besetzung ein, und das ist der sauberere Weg: statt Geld für Strecke zahlen Sie Geld für Hände, die diese Strecke kürzer machen.
Praktisch sieht das so aus. Der Rollwagen gehört zu jedem Gespann und nimmt Kartons und kleinere Stücke in Serie. Für große Stücke bleibt das Tragen, und hier wirkt die zusätzliche Kraft am stärksten: drei Kräfte mit dem Möbelwagen liegen bei 459 Euro je Einsatztag, mit einer vierten Kraft bei 539 Euro. Diese 80 Euro holen bei einer langen Zufahrt mehr heraus als jede andere Veränderung am Gespann.
Liegen Start und Ziel so, dass zwei Ladestellen parallel laufen sollen, wird der zweite Wagen interessant. Vier Kräfte mit einem Möbelwagen kosten 539 Euro, mit zwei Wagen 689 Euro; die Differenz von 150 Euro ist der zweite Wagen und sonst nichts. Welche Orte wir regelmäßig anfahren, zeigt die Übersicht der Umzugsgebiete.
Wenn der Platz vor dem Haus nicht reicht
Es gibt Adressen, an denen vor der Tür schlicht kein Fahrzeug stehen kann. Dann suchen wir den nächsten brauchbaren Standplatz und planen den Weg dorthin ein, statt es am Umzugstag auf einen Versuch ankommen zu lassen. In einem Innenhof mit geteilten Stellflächen ist zudem sinnvoll, die Nachbarschaft vorher zu informieren; das kostet ein kurzes Gespräch und erspart ein langes.
Ebenfalls klären wir, ob die Grundstückszufahrt das Gewicht trägt und ob Äste, Pfosten oder ein Carport im Weg sind. Zwei Minuten Blick nach oben beim Rundgang haben uns schon manchen Umweg erspart. Für Fälle, in denen die Lücke zwischen Auszug und Einzug mit Lagerung überbrückt wird, gilt dasselbe an beiden Adressen.
So legen wir den Standplatz fest
Der Ablauf ist kurz und immer gleich, und er endet mit einer Festlegung, nicht mit einer Absicht. Wer die Anfrage lieber schriftlich schickt, nutzt das Anfrageformular; das Büro ist montags bis freitags erreichbar, Formulare laufen rund um die Uhr ein.
- Beim Rundgang gehen wir die Zufahrt ab und messen die engste Stelle.
- Wir legen fest, welcher Wagen passt, und halten den Standplatz im Angebot fest.
- Reicht der Platz am Haus nicht, bestimmen wir die Ausweichstelle und den Weg von dort.
- Bei langem Weg schlagen wir die passende Zahl von Kräften vor und begründen sie.
- Am Umzugstag fährt das Fahrzeug direkt an die vereinbarte Stelle, ohne Suchen.